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Hier ein kurzer Abriss meiner neuen ME163 von PAF, die ich gebraucht gekauft habe. Das Modell ist in GFK/Balsa-Bauweise aufgebaut. Der Rumpf ist sehr geräumig, allerdings ist die Öffnung sehr schmal, wenn man mit beiden Händen im Rumpf arbeiten will.

Durch die hohe Flächenbelastung und den kleinen Propeller ist die ME163 schwer zu starten. Im Stand, aus der Hand ist ein Start nicht möglich und führt zum Absturz. Gute Werfer schaffen es im Lauf, der Kiste genügend Geschwindigkeit für einen Start zu geben. Nach dem Start ist das Fliegen der ME163 sehr unproblematisch. Sie liegt gut in der Luft und wirkt auch Eigenstabil.

Ich hatte wegen dem kurzen, dicken Rumpf bedenken wegen der Landung. Aber auch hier ist die ME163 unproblematisch, wenn man sie wirklich bis zum Schluss aushungert.

Inzwischen habe ich der ME einen Katapulthaken (einklappbar) verpasst. Was die Startproblematik sehr entschärft.

Hier ein Foto in den Rumpf, der noch etwas unaufgeräumt ist.

Hier die Me beim Start mit einem Katapult. Da ich den Starthaken zuerst sehr weit hinten hatte, bäumte sich das Modell beim Start stark auf. Nachdem ich den Haken nun weiter vorne habe, ist der Effekt weg. 

Hier ein paar Telemetriedaten. Man sieht hier die Steigleistung der ME. Innerhalb weniger Sekunden ist eine Höhe von 270m erreicht. Dabei zieht der Motor 71A und die Drehzahl liegt bei 36.300U/min.

 

Mit dem Setup wäre die ME bei Dauerlast schnell wieder auf dem Boden (der Motor wäre auch anschließend defekt, denn er verträgt nur 700W). Zum Glück ist sie aber ein guter Segler, so dass Flugzeiten bis 13Minuten möglich sind. Die ME gleitet die Höhe mit rund 3m/s ab.

Sehr Charakteristisch ist das Überschießen der ME, wenn der Motor ausgeschaltet wird. Auf dem folgenden Bild wurde der Motor bei einer Höhe von 236m ausgeschaltet, und der Winkel der Maschine belassen. Die ME schießt mit der erreichten Geschwindigkeit weitere 60m ohne Motor nach oben, bis die kinetische Energie in potentielle Energie (und Reibung :-)) verwandelt worden ist.

Zu guter Letzt: die maximale Geschwindigkeit. Die liegt bei 200km/h

Hier die obligatorische Eckdaten-Tabelle:

 

Technische Daten
Spannweite 920 mm
Länge 670 mm
Leergewicht 850 g
Abfluggewicht 1130 g
Akku Wellpower SE 4s 2600mAh 30C  
Motor Typhoon 2W20  
Regler YEP100  
Luftschraube Graupner 4,7x4,7  
Empfänger Jeti Duplex R9  2.4Ex  
BEC Turnigy 26Vin, 5A  
Telemetrie Unisense E  
Servos 2 Stück  

Motorlaufzeit

1:45 Minuten

Flugzeit

13 Minuten
Strom (Vollast) 71,3A A
Leistung (Vollast) 1136 W
Steigleistung 35,6 m/s
Gleitleistung

3,8

m/s
vmax 200,2 km/h
Drehzahl 36.300 U/min
cw

0,15..0,19

-
vmin 19,3 km/h
Fläche 17,6 dm^2
Flächenbelastung 64,2

g/dm^2

 

Nachdem ich vor einem Jahr mein bei Hobbyking gekauftes Katapult im Recyclinghof entsorgt hatte, bekam ich durch meine ME163 von PAF wieder Bedarf für ein Katapult. Es sollte aber diesmal funktionaler sein wie das Hobbyking-Teil. Letzteres war für den Versand optimiert, d.h. kurze Rohrstücke, die mit Verbindern zu einem Katapult verbunden wurden. Die Glasfaserrohre waren sehr grob und ich habe mir beim Transport öfter eine Faser in die Hand gehobelt.

Nach einiger Überlegung sollte das Katapult folgende Eigenschaften haben:

  • Einfach zu bauen
  • Billig
  • Zerlegbar
  • Leicht
  • Transportabel
  • Die komplette Startfläche sollte durchgängig glatt sein

Meine Trojan hat nun auch endlich eine Beleuchtung bekommen - Die Vereinskollegen sagen, das ist eine echte Bereicherung.

 

Für alle, die sich überlegen, ob sie den Programmier-Schnörpfel (USB-Adapter) für den Cortex brauchen, hier ein paar Infos:

Da ich inzwischen von allen möglichen Firmen einen USB-Adapter habe, habe ich erst einmal die vorhandenen probiert. Das ging leider nicht. Offensichtlich besteht die Software auf den originalen Adapter - schade eigentlich, denn es gibt ja faktisch nur zwei Firmen, die solche Adapter bauen (FTDI und SiLab), was dazu führt, dass in nahezu allen USB-Adaptern wohl einer der beiden Chips verbaut ist. Allerdings kann der Hersteller des Adapters durch Programmierung des Namens das Teil dann inkompatibel machen.

Um nicht beliebig viel Zeit in dieses Problem zu versenken, habe ich dann doch noch den Original-Schnörpfel gekauft.

Nachdem die bavarianDemon-Software installiert ist, und man den Adapter ansteckt, kommt wie gewohnt die Meldung:

Einen Stabi für Flugzeuge? Braucht man so was? Meine Meinung war zweigeteilt. Zum Einen hatte ich schon gute Erfahrungen mit einem "Wingo" gemacht, den ich in eine F-35Nano (Robbe) eingebaut hatte. Vor flog das Teil sehr spaßarm, denn jeder Windstoß drehte das Teil und die schlechte Erkennbarkeit des kleinen Jets tat das Übrige.

Nach dem Einbau flog die F-35 wenigstens um die Längsachse stabil - und hielt sehr, sehr lange.