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Die "Lichtmaschine" will versorgt werden...

 

Aus gegebenen Anlass (Eurofighter-Projekt) war ich auf der Suche nach dem ultimativen Nachbrennerring. Es sollte aber schon etwas besonderes sein. Kein Ring mit gelben Leuchtdioden, oder gar mit roten Leuchtdioden. Aus der Rille war ich schon längere Zeit raus (siehe Projekt F-35 JSF). Ein Nachbrenner ist nicht gelb und auch nicht rot. Er ist auch nicht statisch, sondern flackert.

 

Jetzt war der erste Rollout meiner Eurofighter. Ziel des Tests war, die Helligkeit der Lampen bei Tageslicht beurteilen zu können, den Impeller einmal vom Sound zu hören und ein erstes Shooting mit Video zu erstellen.

Bereits ohne Licht sieht die EF beeindruckend aus.

 

Bilder an Vereinskollegen gepostet. Werner spricht: "Dein Cockpit sieht gut aus, aber beim Fliegen wird man es nicht sehen". Jens, von dem ich die Vorlage für die Amaturen hatte "na das sieh doch sehr gut aus! ...aber fliegen soll der Eufi auch?!? ;-)"

Jeder Marsch beginnt mit dem ersten Schritt

Ich hatte ja vor das mausgraue Teil schon allein wegen der Sichtbarkeit mit mehr Licht auszutatten, als ohnehin schon serienmäßig drin war. Das bedeutete aber erst einmal wieder Recherche und Entscheidungen.

Gar kein Freund bin ich von Kabeln die am Flugfeld in Mengen auch noch richtig herum angesteckt werden müssen, während Schaulustige einen akustisch zutexten, die Schräubchen vom Modelltisch kullern währen gleichzeitig die Tüte mit dem Rest vom Wind über den Platz geweht wird. Ein Flugzeug muß nachts mit verbundenen Augen montierbar sein, während der Monteur "trallala" singt auf einem Bein steht und um ihn herum gerade die Hölle tobt.

Das geht nur mit verpolsicheren Steckverbindern. Die Anzahl der pro Flügel zu steckenden Verbindern ist genau 1. Ich habe mich für "Wannen" entschieden, die robust genug sind, auch etwas Strom abkönnen und gekrimmt werden können.

Bei der Gelegenheit habe ich auch noch gleich die Kabel neu verlegt. Warum soll das Servokabel der Querruder so zum Rumpf laufen, um dann im Rumpf wieder nach vorn zu laufen. Kupfer ist schwer und je länger ein Kabel ist, desto leichter fängt es sich Störungen ein. Als Kabel habe ich paarweise verdrilltes Flachbandkabel benutzt. Jede Versorgung hat seine eigene Masse die verdrillt ist, jedes Servosignal hat eine separate Masse, die ebenfalls mit dem Signal verdrillt ist.

Eigentlich ist mit dem letzten Artikel ("Eurofighter V2 (Freewing)") alles gesagt - eigentlich...

Nun hatte ich aber noch ein paar Foreneinträge über die Cockpitmodifikationen gelesen, und Beleuchten macht mir ja einen rechten Spass - außerdem hat ja die neue Saison noch nicht begonnen.

Es wurde mir relativ schnell klar, dass die 5V vom BEC für das Cockpit nicht optimal wären. Ich entschied mich für 12V, d.h. ein zweites Beleuchtungs-BEC mußte her. Die nächste Designentscheidung betraf die Anzahl der LEDs. Theoretisch wäre es möglich gewesen, die kleinen Schalter neben den Monitoren mit 0603er Leuchtdioden einzeln zu beleuchten. Da ich nicht vor hatte die Tasten einzeln zu animieren, habe ich den Aufwand doch gescheut. Die Entscheidung fiel auf Farbfolien, mit LED hinterleuchtet und auf bedruckte Overhead-Folien, kombiniert mit schwarzen Masken. Das Cockpit sollte auch bei Sonne und am Tag sichtbar leuchten - ich fliege nachts nicht.

Point of no return

Der nächste Schritt war einfach. Alles aus dem Plastik raus fräsen was dem Licht im Weg steht: