Mostfun

Es ist schon verrückt. Da gibt es Vollfarb-Display Computersender im Magnesiumgehäuse, und die Kollegen wollen mit einem alten Varioprop-Sender aus den 70er-Jahren herum fliegen - allerdings mit 2,4GHz und Jeti-Empfänger.

Theoretisch hat sich ja seit der Zeit von den Signalen her nicht viel getan. Es ist immer noch im Großen und ganzen PPM (von dem PCM einmal abgesehen). In meiner Kindheit konnte ich mir ja nie einen Sender leisten, aber ich habe Bücher darüber gelesen - unter anderem auch wie man einen Sender baut. Aus der Zeit weiß ich dass es damals eine kleine, nennen wir es Unpässlichkeit gab: die Polarität. Manche Fernsteuer-Firmen formulierten ihre Signale positiv, manche negativ, und schon konnte man nicht mehr wechseln.

Nach nun doch über einem Jahr habe ich von Julian, jemand der den Logger nachgebaut hat, die Info bekommen, dass der Artikel des Loggers einige Fehler hat. Nachdem ich mich nochmals in das damalige Kurzprojekt rein gedacht habe, habe ich nun den korrigierten Schaltplan und die fehlenden Infos nachgetragen. Vielen Dank noch einmal für das Feedback. Hier nun der korrigierte Artikel:

Werner vom Verein rief mich neulich an und sagte mir, dass er an seinem Hubschrauber gerne die Motortemperatur messen möchte und ob ich eine Idee hätte. Nun ja, Ideen hatte ich viele. Nach einiger Zeit haben wir uns darauf geeinigt, dass für seinen Fall ein digitaler Temperatursensor DS18B20 von Maxim ganz gut geeignet wäre.

Nun ging es darum, diesen Sensor auch auszulesen, die Temperatur anzuzeigen und gegebenfalls auch über die Zeit zu loggen. Das hörte sich ganz nach einem Arduino an.

So sieht mein Patch für das 12V-Ladegerät von DJI, das leider bei 12V noch nicht lädt, aus:

Mit dem Teil funktioniert jetzt alles wunderbar. Aber was in aller Welt ist das? Der Patch besteht im Wesentlichem aus einem Step-Up-Wandlermodul vom "Chinesen" verkauft bei Amazon, einer KFZ-Dreifachsteckdose, einem 12V Zigarettenanzünder-auf-USB-Adapter, etwas Holz und etwas Gitter.

Nach ziemlich genau einem Jahr gibt es jetzt eine neue JetiLog-Version.

Nach dem Jahr Testphase hat sich der JetiLog oftmals als sehr nützlich herausgestellt und einige Flugparameter konnten nachträglich einfach analysiert werden. Allerdings hatte das gute Stück einen Haken. Wenn ich nicht zügig die Dateien von der SD-Karte gezogen habe, waren irgendwann so viele Dateien auf der Karte, dass ich meine Not hatte, die Logs den einzelnen Flügen/Flugzeugen zuzuordnen. Machmal klappte es noch über die Zellenzahl und dem Stromverbrauch. Zur Erinnerung: Der JetiLog2 hat pro Einschalten des Senders ein Logfile mit fortlaufender Nummer aufgemacht.

Im Herbst 2015 fand ich bei Reichelt-Elektronik einen sehr interessanten Baustein, den RV-3029 C2. Dieser Baustein ist ein kleiner Chip, der eine Echtzeituhr eine Backup-Batterieumschaltung und den Quarz integriert hat. Das Teil ist außerdem temperaturkompensiert, läuft mit 5,5V..1,4V und lässt sich einfach mit einer I2C-Schnittstelle ansprechen. Was brauch man mehr?