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Die Mavic ist eigentlich eine ganz gute Film- und Fotodrohne. Wichtig bei so einem Gerät ist aber die Zuverlässigkeit. In der letzten Zeit ließ meine Mavic da zu wünschen übrig. Nach einigen Verbindungsabbrüchen von kurzer Dauer während des Fluges nahm die Fehlerhäufigkeit immer mehr zu, bis zu dem Tag, an dem ich gar keine Aufnahme mehr zu Stande brachte. Gleich nach dem Start zeigte das Smartphone einen Verbindungsabbruch. Die Mavic stand in zwei Metern höhe in der Luft und war nicht mehr steuerbar. Weder der Landebefehl noch die Knüppel wurden beachtet. In meiner Verzweiflung habe ich während des Fluges das Smartphone abgesteckt, wieder angesteckt und dann die App wieder neu geladen. Anschließend konnte ich meine Mavic wenigstens kontrolliert landen.

Nach einigen weiteren Versuchen, die entweder wie zuvor beschrieben endeten, manchmal war auch nur das Smartphone abgehängt, aber die Mavic ließ sich wenigstens steuern gab ich auf. Ich konnte keine einzige Aufnahme  an diesem Tag verwenden.

In den Foren fand ich Hinweise, dass an den Verbindungsabbrüchen das USB-Kabel schuld sein kann. Das ist kein Wunder, denn so gut gemeint der Micro-USB-Schlitten gemeint war, Die Micro-USB-Buchse ist eine Verschleißbuchse, und das Handling am Mavic-Sender beschleunigt das ganze. Ich habe beim Reichelt-Elektronik ein paar potentiell passendere Kabel gesucht und bin bei zwei Modelle fündig geworden.

Hier der erste Kandidat: DELOCK 83162,  ein USB2.0-A-Stecker auf USB micro-B-Stecker mit Spiralkabel. Da der micro-B-Stecker wie bei vielen Kabeln sehr klobig ist, muss er mit einer Raspel auf beiden Seiten erst einmal verjüngt werden, damit er in den Sender der Mavic passt. Auf dem Foto ist das ganz gut zu sehen.

Der Stecker sollte im Sender mechanisch auf keinen Fall in eine Richtung gebogen werden. Das killt die Buchse.

Für die einfachere Montage habe ich die Steckerseiten, die beim Stecken in den Sender nach oben zeigen mit weißer Farbe markiert.

Der Micro-B-Stecker wird durch den linken Schenkel des Senders gefädelt, und anschließend gleich das Smartphone eingesteckt.

Dann wird das Smartphone in den beiden Schenkeln arretiert.

Dank der Raspel-Aktion steckt der Stecker mechanisch nur in der Buchse des Smartphones. Der Schenkel berührt den Stecker nicht.

Durch das Spiralkabel ist das Stecken des USB-A-Steckers ein Kinderspiel.

...und läuft.

 

Nun zu meinem Favorit: USB2AMB PI (Magnet USB2.0-Kabel A-Stecker > micro-B Stecker)

Ok, einen Kritikpunkt habe ich. Nach der USB-Norm braucht der A-Stecker einen Metallkragen der auf Masse liegt, und vor ESD-Schäden schützt.

Da der Micro-B-Stecker von Haus aus schmal ist, benötigt er keine Nacharbeit. Der Magnet unterstützt den Steckvorgang und gibt zusätzlichen Halt.

Die A-Buchse wird wie gewohnt gesteckt.

Wie man sieht, es funktioniert.