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Unser "altes" Motorola Moto G (Version 1) ging in der letzten Zeit immer mehr die Puste aus. Obwohl das Handy erst 3 Jahre alt ist, hat der Akku schlapp gemacht :-)

Mein damaliger Fehler war, dass ich dachte, Markenhandys (außer Apple) sorgen sich um die Umwelt und haben generell einen austauschbaren Akku. Weit gefehlt.

Da ich das Handy noch gut brauchen kann, wollte ich es nicht so einfach aufgeben. Im Internet fand ich Hinweise, dass der Akkutausch gar nicht so schwer ist.

Man benötigt für den Akkutausch folgende Requisiten:

 

  • Torx-Schraubendreher TX5
  • Ein kleines Schälchen für die Schrauben
  • Ein paar Plastikkärtchen (z.B. Mitgliedausweise, Kreditkarten)
  • Einen kleinen Schlitzschraubendreher 2-3mm Klingenbreite
  • Eine spitze Pinzette oder etwas anderes Spitzes
  • Einen neuen Akku "Motorola ED30", z.B. bei Amazon oder wo anders her
  • Uhu POR oder doppelseitiges Klebeband
  • ca. 15 Minuten Lebenszeit

 

Der Akkuwechsel

Zuerst wird das Handy ausgeschaltet! Betriebssysteme mögen es häufig nicht, hart heruter gefahren zu werden (durch Stromentzug).

Um den Akku zu wechseln muss zuerst einmal die hintere Schale entfernt werden (mit den Fingern).

Anschließend werden mit dem Torx-Schraubenzieher alle mit den roten Pfeilen markierten Schrauben entfernt und in dem bereit gelegten Schälchen gesammelt

Nun wird mit dem Schlitzschraubenzieher vorsichtig seitlich die Plastikabdeckung entfernt. Dabei geht man von einer Seite los, und läuft einmal um die Schale rum.

Wenn es hakt, keine Gewalt anwenden, sondern mit dem Schraubendreher den Kunststoff unter der Schale leicht zum Geräteinneren drücken. Die Rastnasen der Schale sind von außen auf den Rest geschnappt und entriegeln sich so leicht. Wenn alles glatt gegangen ist, sieht das Handy dann so aus:

Links die Schrauben, mitte die Abdeckung und rechts das Resthandy:

Vorsicht bei den beiden Tasten am Handy. Die fallen gerne raus. Das ist zwar nicht weiter schlimm, denn man kann sie wieder reinfummeln, aber muss ja nicht sein.

Jetzt kommt die Pinzette zum Einsatz. Derzeit ist das Handy noch unter Strom, und das werden wir ändern. Der Stecker (Clip) des Akkus ist mit den beiden länglichen Rastnasen in der Buchse eingerastet. Mit einem vorsichtigen nach oben hebeln wird das Handy stromlos gemacht und vom Akku abgesteckt.

Nun kommen die Kreditkarten zum Einsatz. Der Akku ist flächig eingeklebt. Zum Glück ist der Kleber intelligent und gibt mit leichtem Zug und etwas Geduld nach.

Dabei wird mit dem Schlitzschraubenzieher vorsichtig unter dem Akku die Klinge zwischen Akku und Blechabschrimung gebracht. Dann Wird der Schraubenzieher um 5-10 Grad gedreht, um den Schlitz zu vergrößern. Dabei sollte sich der Schraubendreher nicht in den Akku graben - Geduld und Vorsicht ist hier richtig.

Nun setze ich mit den Plastikkarten in den geschaffenen Spalt nach, und zwar oben und unten. Der Kleber erkennt, dass er loslassen soll und macht das dann auch.

So sieht der Akku von der dunklen Seite aus

Man erkennt, dass der Akku nicht vollflächig geklebt ist, und dass auch die Abziehfolie dran bleibt. Damit das auch bei dem neuen Akku so ist, habe ich mich entschlossen, an den gleichen Partien den neuen Akku mit Uhu POR zu versehen und nach dem Ablüften den neuen Akku einzusetzen.

Nebenbei, wenn alles gut gegangen ist sollte das Handy jetzt so aussehen:

Wie gesagt, mit Uhu POR oder doppelseitigem Klebeband den neuen Akku an den entsprechenden Stellen mit Haltekraft versehen...

Der Akku wird wieder an der gleichen Stelle eingesetzt und der Akkustecker wieder auf die Buchse geklippt. das geht sehr einfach.

Anschließend noch einmal prüfen, ob die Tasten (verchromte Teile) nicht doch raus gefallen sind. Falls ja, wieder einsetzen.

Nun wird das Plastikdeckelchen wieder auf das Handy aufgesetzt und alle Schrauben wieder schön in das Handy gedreht.

Zum Schluß wird wieder die hintere Abdeckung drauf gesetzt - fertig.

Wer jetzt glaubt, das war´s irrt! Der neue Akku muss nun mindestens für 2 Stunden ans Ladegerät (USB-Kabel).

Wenn der Akku nicht ein mindestmaß an Ladung hat, bleibt das Handy aus.

Nach der Ladezeit sollte das Motorola wieder wie neu sein - was die Laufzeit angeht.