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Lange hat es gedauert, dafür ist das AutoOff nun schon seit Monaten im Einsatz bei meinem Ender 5.

 

Was hat sich seitdem getan? Nun das AutoOff2 hat nun eine echte Platine, kein Lochrasteraufbau. Die Platine habe ich nach PD2 (Pollution Degree 2, nach DIN ausgelegt). Das bedeutet, die Isolations- und Kriechstrecken sind sicher gestellt, der Steuerteil ist strikt vom 230V Leistungsteil getrennt. Das Gehäuse ist kompakter geworden und die Kabel sind nun deutlich besser angeordnet.

Kaltgerätestecker und -buchse ermöglichen eine flexible Verdrahtung. Neu hinzu gekommen ist außerdem ein Drehdrücksteller statt einem einfachen Taster. Dies soll ermöglichen, dass man den Funktionsumfang des AutoOff bei Bedarf erweitern kann. Mit an Bord ist außderdem ein kleines Display (OLED, I2C, 0,96"). Derzeit wird dort der aktuelle Zustand des Zustandsautomaten, der aktuelle Strom (RMS) und der Timer angezeigt. Wie alles ist aber das ganze System flexibel programmierbar.

Das Gehäuse wurde von Grund auf erneuert. Es ist nicht geschraubt, sondern geschnappt. 

 An den Seiten und an der Unterseite befinden sich Lüftungsschlitze. Diese sind so angebracht, dass ein Berühren von spannungsführenden Teilen von Außen ausgeschlossen ist.

Für die Funktion der Lüftung sollten die 4 Füße nicht vergessen werden!

Das glänzende ist ein Teil von meinem Glasbett. Ich habe immer wieder mit zu guter Haftung zu kämpfen.

 

Aber jetzt zu den inneren Werten:

Hier sieht man das AutoOff im geöffnetem Zustand. Die Platine wird in die Halterung geschnappt, ebenfalls der Drehdrücksteller und der Stromsensor. Beim Nachbau ist zu beachten, dass die zweite Wagoklemme um 180° gedreht eingebaut werden muss, damit Platz gespart wird (linke Platinenseite).

Auf dem Oberteil wird das Oled-Display eingesetzt und mit einem heißen Gegenstand die Kunststoffbolzen eingedickt, um einen sauberen Halt zu ermöglichen.

Hier noch einmal die Platine in Nahaufnahme:

Die Top-Seite des Gehäuses hat einen Zentrierkegel für die LED. Dadurch ist das Verschließen des Gehäuses besonders einfach.

Hier die Montage des Stromsensors.

 

Für Nachbau-Interessierte hier der Schaltplan:

Da der 5V-Regler bei Nachbauten des Arduino Pro Mini für einen 12V-Betrieb nicht wirklich geeignet ist (brennt durch und schließt dabei die 12V kurz), habe ich bei der zweiten Version einen kleinen Spannungsregler vorgesehen. Der SPI-Anschluss hat derzeit keine Funktion, aber kann für weitere Funktionen benutzt werden.

Um später einen Interruptbetrieb zu ermöglichen, ist der Drehdrücksteller auf die Leitungen D2 und D3 gelegt.

 

Hier das Layout:

Zwischen der L und N sind jeweils 2,3mm zwischen 230V und Steuerung sind 4mm isolation vorgesehen. Die dicke gestrichelte Linie weist auf die Isolationsgrenze hin. 

 

Das ist die Stückliste der Platine:

Hier die Eagle-Files für die Platine:

(Eagle.zip)

 

Für einen beliebigen Leiterplattenservice hier die Gerber-Daten:

(Gerber.zip)

 

Hier sind die Files für das Gehäuse zum Nachdrucken:

(Mechanik.zip)

 

Und hier die Software:

(Software.zip)

 Ich habe die Software so geschrieben, dass sie für meine Belange genügt. Eventuell müssen bei anderen Druckern die Stromschwellen angepasst werden. Diese sind derzeit hart codiert (Sourcecode). Wer lust hat kann gerne einen Lernmodus implementieren oder das AutoOff2 für andere Bereiche nutzen.

Wie immer ist das ganze Projekt CC NA, also frei verfübar. 

 

WARNHINWEIS:

Ich habe das AutoOff2 zwar konsequent für einen einfachen Aufbau konzipiert, aber es wird mit 230V Spannung und bis zu 8 Ampere Strom gearbeitet. Aus diesem Grund sollten nur Menschen, die sich den Gefahren von hoher Spannung und Strömen bewusst sind, an den Nachbau wagen! Für Schäden wird keine Haftung übernommen. Ein sauberer Aufbau und eine gewissenhafte Isolation sind unbedingt erforderlich.

Der Arduino sollte nur außerhalb der Schaltung programmiert werden. Von einer Programmierung innerhalb der Schaltung rate ich dringend, der Sicherheit wegen, ab.