Mostfun

Hier wird die zweite Ausbaustufe beschrieben. Was ist das genau? In der zweiten Ausbaustufe werden die LED-Abschnitte nicht mehr parallel sondern seriell betrieben. Das bedeutet, dass nun jede LED einzeln angesteuert werden kann. Damit können viele zusätzliche Figuren und Effekte realisiert werden, die in der ersten Ausbaustufe nicht möglich sind.

Dazu muss aber der Aufbau erst einmal umgebaut werden.

EIN WICHTIGER HINWEIS: DAS EFIRE-PROJEKT IST NOCH IN DER ENTWICKLUNG. Änderungen jeder Art sind jederzeit möglich. Deshalb bitte abwarten, bis ich einen stabilen, nachbaufähigen Stand erreicht habe. Ich lerne dauernd dazu und finde dauern neue, bessere Lösungen.

 

 

Vorbereiten der zweiten Ausbaustufe (eine Kette)

 

Schritt 1: Enden wieder zurückschleifen

Für die nächste Lösung wird der Datenausgang der Streifen am anderen Ende benötigt. Das DOut Kabel kann ein Draht oder eine Litze sein. Ich habe den Draht bevorzugt, weil er neben der elektrischen Leitung auch noch eine mechanische Biege- und Haltefunktion hat.

 

 

 

 Mit einer Pinzette festhalten und umknicken, um Stress vom Streifen fern zu halten. 

 Mit einer Schere dünne Ringe von einem 9,5mm Durchmesser Schrumpfschlauch schneiden.

 

Auf dem Streifen verteilen:

 

 Mit Heissluft vorsichtig aufschrumpfen, damit die Rückleitung schon auf der Rückseite anliegt.

 

Rechnertausch 

Den Arduino Uno habe ich durch einen Arduino Due ersetzt, weil jetzt zwanzig mal mehr Rechenleistung benötigt wird. 

 

Der Code ist noch nicht schön, aber er funktioniert schon einmal und ist hier herunterladbar: (EFire2.zip). Das Ino-File wird einfach in den Sketchbook-Ordner der Arduino IDE kopiert (mit gleichnamigem Verzeichnis) und dann auf den Arduino übertragen. Der LED-Ausgang ist auf PIN3, kann aber jederzeit geändert werden.

Hier das Ergebnis des Umbaus und eine kleine Demonstration, was jetzt möglich ist. 

 

Die Musik kommt noch vom Videoschnittsystem.

In der zweiten Stufe wollte ich auch die Mechanik des Aufbaus verbessern, da in der Stufe 1 die elektrischen Kontakte gleichzeitig die mechanischen Halter sind, was auf Dauer nicht geht.

Mechanik Stufe 2

 

Ich brauchte Halter, die die LED-Streifen führen, gleichzeitig den Stecker fixieren und in Position halten und der Halter musste mit der jeweiligen Basisplatte arretiert werden können.

Das Ergebnis ist hier zu sehen: 

Dieser Halter führt die LED über eine Nut, eine Arretiernocke oben und unten hält den Stecker in Position. Der Streifen wird in den Halter gelegt und der rechte Teil wird umgeklappt bis es "klickt". Dann ist der LED-Streifen gut fixiert. Das Folienscharnier funktioniert bei guten Druckverhältnissen und PETG als Druckmaterial über 100 Zyklen.

Die vordere Nase dient der Arretierung in der Basisplatte.

Hier ein kleines Video von der Montage:

  

Obwohl das ganze Projekt noch in der Entwicklung ist, habe ich hier schon einmal das STL-File für den Halter hinterlegt:  (EFireCarrier.zip). ABS als Druckmaterial druckt etwas sauberer, aber dafür ist die Haltbarkeit des Folienscharniers schlechter. PLA geht nicht. Ich sehe als besten Kompromiss PETG.

 

Nach dem Druck ist noch sicher zu  stellen, dass die Nuten und der Clip sauber sind.

Für die Nuten habe ich ein kleines Hilfsmittel gebastelt, das Filamentreste aus der Nut zieht. Dieses sollte mit PLA gedruckt werden, da das noch eines der härtesten Filamente ist. Hier ist der Prototyp zu sehen:

Hier das entsprechende STL-File zum Drucken:  (Entgrater.zip

Mit einem kleinen Schraubenzieher ist das Supportmaterial vom Clip zu entfernen.

Man benötigt insgesammt 20 von diesen Haltern. 

Beim Einlegen der Streifen in die Halter ist darauf zu achten, dass die Nocke des Halters links neben dem Stecker ist:

Nun wird der Clip umgelegt und arretiert.

 

Die passende Basisplatte ist hier herunterzuladen:  (EFireBaseplate.zip

Insgesamt entstehen schon einige mechanische Baugruppen:

 

Die Träger-Platten müssen natürlich auch umgebaut werden. Dazu werden die DIn (waren 20) nicht mehr zusammen verdrahtet, sondern jeder Dout eines Streifens wird zum Din des Nachbarstreifens geleitet und dann sieht die Verdrahtung auch gar nicht mehr so wild aus:

 

Trotzdem wollte ich für den Nachbau und die Betriebssicherheit echte Leiterplatten machen. Mehr dazu im Teil 3.