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Wer hier weiter liest, ist verrückt oder kann gut löten...

Denn hier kommt die Flycam ZERO, d.h. eine reine Flycam ohne überflüssigen Ballast

 

Was bringts?

Flycam One 2, komplett mit SDCARD (gemessen!!) 37,9g  
     
SD-Card Sandisk Extreme III 2GB 1,65g  
Akku 4,45g  
Zwischenrahmen 1,95g  
Schrauben (7Stück) 0,65g  
Tastkappe
 0,15g  
Gehäuseoberteil 4,45g  
Gehäuseunterteil 5,10g  
Platine komplett mit Videokopf 19,50g  
Kameramodul (nackt) 1,35g  
Kamerakopfgehäuse 2,45g  
PIR-Sensor 1,20g  
federnde Bodenplatte mit 4 Federn 1,25g  
Kartenleser 2,30g  
Hauptplatine (vom Ballast befreit) 10,5g  
Flycam Zero (ohne Akku, versorgt über Flugakku) 14,00g  
Flycam Zero (mit Originalakku) 18,80g  

Als erstes wird der überflüssige PIR-Sensor ausgelötet. Den brauch man für Flugvideos und -bilder wirklich nicht.

..auf der anderen Seite der Platine wird die Kontaktplatte entlötet und dann noch der Kartenleser entfernt.

 

Nun kommt die Kartenleseremulation...

 

 

 An der oberen Kante der Platine wird der Lötpunkt rechts neben dem SO14-Gehäuse mit den beiden rechten Lötpunkten der Kartenleser-Leiste verbunden. Damit glaubt der Camcorder, eine Karte eingeschoben zu haben, deren Schreibschutz deaktiviert ist. Im unteren Bild ist diese Lötung besser erkennbar (Pfeile).

Die SD-Karte wird mit den Kontakten entsprechend des Bilds angelötet. 

Wenn alles gut gegangen ist, funktioniert die Kamera nun wie vorher, ist nur sehr viel leichter.

Die Lötungen habe ich mit Lack zur Sicherheit isoliert.

Die SD-Karte wird mittels doppelseitigem Klebeband auf dem Chip befestigt. Anschließend das ganze entweder mit Schrumpschlauch oder Tesaband mechanisch stabilisieren. Eine Tasche aus EPP ist auch denkbar.

Wer nun seinem Akku und der EMV was gutes tun will kann nun noch weiter "pimpen". Denn hier kommt ein zweites Problem der Flycam one 2.

Messungen mit einer LeCroy-Stromzange (10mA/Div Empfindlichkeit!) ergaben, daß die Energie pulsweise aus dem Akku gezogen wird.

Nach dem Einschalten sieht man eine kurze, nadelförmige Stromaufnahme.

 

Hier die Vergrößerung einer Nadel.
 

 

Das Bild ändert sich sobald die Aufnahme läuft... Es werden aus dem Akku Burstpakete von 1,8..1,9A gezogen, gemessen mit einer Sandisk III extreme-Karte (2GB).

 

Hier wieder eine Vergrößerung der Bursts. Demnach sind Störungen im Mittelwellenbereich wahrscheinlich (250kHz * Oberwelle)
 

 

Mit einer Noname-Karte (2GB), standard-Geschwindigkeit ist sowohl der Peak, als auch der Mean-Stromverbrauch leicht reduziert. Wenn es auf Laufzeit des Flycam ankommt vielleicht auch ein Askpekt.

 

Hier sieht man die Auswirkung eines Keramischen 22uF-Kondensators, der auf der Platine zwischen den beiden Akku-Anschlußkabeln angebracht wurde. Die Messung wurde wieder mit der Standard-SD-Karte gemacht.

Demnach ist wohl ein Ultra-Low-ESR-Kondensator mit 220uF nötig um die Peaks zu puffern (bringt aber wieder mehr Gewicht).

Da jetzt der Lipo durch die Chips nicht mehr aufgeheizt wird, wird er sich sicher durch ein längeres Leben bedanken. Außerdem kann er ja jetzt mit einem Richtigen Ladegerät geladen werden oder auch durch einen größeren/kleineren Akku ersetzt werden.